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04. Oktober 2009
NeBula recherchiert: Die elektronische Tanzmusik Part 1
Von der Produktion bis zum kommerziellen Durchbruch. Ich werde die nächsten Wochen und Monaten nahezu jeden Tag für euch durch das Internet stöbern um alle Fragen die uns offen stehen zu beantworte
von NeBula
![]() Die elektronische Tanzmusik wird als Fülle von tanzbaren Musikstilen bezeichnet. Diese bedienen sich an elektronischen Instrumenten wie Synethisizer, ein Musikinstrument, welches auf elektronischem Wege der Klangsynthese Töne erzeugt und Samplern, ein elektronisches, meist über MIDI ansteuerbares Musikinstrument, dass jegliche Art von Tönen aufnimmt und auf Tastendruck in verschiedenen Höhen wiedergibt, sowie mittlerweile seit den 90er Jahren auch Nativ Processing, eine softwarebasierende Musikerzeugung in Form von Softwaresynthesizern und Softwaresamplern. Im Allgemeinen haben sich alle Klänge, bis auf die Gesangsstimmen synthetisch erzeugt. Mittlerweile werden allerdings nicht mehr selten nichtelektronische Instrumente in Form von Samples in die Umsetzung in ein gegebenes Musikstück eingearbeitet. Eine weitere Basis für die elektronische Tanzmusik ist das so genannte repetitive Arrangement, dies bezeichnet in der Musik eine Form des gegebenen Musikstücks, das auf ständigen Wiederholungen einzelner kurzer Fragmente basiert. Schon einige Schamanentänze basierten auf dem repetitive Arrangement. Um die 20er Jahre erschien es z.B. im Kontext vermarkter Musik, in den Livepräsentationen des Country Blues. Die heutige elektronische Tanzmusik basiert fast vollständig auf dem repetitiven Arrangement, manchmal findet man Mischformen mit der Song- bzw. Liedstruktur, wie etwa im Trance. Den Ursprung vom repetitive Arrangements geht eigentlich auf die amerikanischen E-Musiker (E-Musik, Abkürzung für die so genannte „ernste“ oder „ernst zu nehmende“ Kunstmusik) der so genannten Minimal Music Bewegung zurück (z.B. Steve Reich). In den 60er Jahren experimentierten sie mit minimalistischen, repetitiven, aber von traditionellen Instrumenten gespielten Arrangements. Diese Art des Arrangements, wurde zum Ende der 60er Jahre von zahlreichen Bands in die Popmusik übernommen. Zu jener Zeit war die deutsche Band Kraftwerk sehr Einflussreich. Sie waren die erste Band die in den 70er Jahren, die vollkommen elektronische tanzbare Beats als Grundlage der Musik verwendeten. Zur gleichen Zeit keimte sich in den USA eine neue DJ-Kultur auf. Diese neue Kultur des DJs war eng mit der Szene der so genannten Disco-Music, aber auch mit dem neu entstehenden Hip Hop verbunden. Was auch gleich die Frage klärt was Hip Hop mit elektronischer Tanzmusik gemeinsam hat. Das Samplen und das Scratchen, sind eine der Merkmale des schwarzen Ghettos, der aus den USA stammenden Musik. Der bedeutungsfreie Begriff Hip Hop geht (je nach Quelle) entweder auf Lovebug Starski oder DJ Hollywood zurück, beides Pioniere der Form. Hip Hop bezeichnet nicht ausschließlich eine Musikrichtung, sondern auch die Jugendkultur Hip Hop mit den Elementen Rap (MCing), DJing, B-Boying und Graffiti-Writing. Die Disco-Musik ist eine Stilrichtung der Popmusik. Um 1975 wurde Disco zu einem eigenständigem Musikgenre erklärt. Die Blütezeit der Disco-Musik war zwischen 1976 und 1979, sie war prägend für die Mode, den Zeitgeist und das Lebensgefühl dieser Jahre. Die etwa seit 1980 entstandenen Disco-Stile können zur elektronischen Tanzmusik gezählt werden. Die DJs beschränkten sich also von nun an nicht mehr auf das reine einfache „Auflegen“ von diversen Musikstücken, sondern fingen an mit den Platten zu experimentieren, indem sie etwa einzelne Rhythmusfragmente so genannte Loops (Schleife) wiederholt abspielten. Aus dieser Szene ging der erste offiziell anerkannte Stil der elektronischen Tanzmusik vor. Die so genannte House-Music. Bis der elektronischen Tanzmusik 1980 der kommerzielle Durchbruch gelang, kombinierte die Stilrichtung Electro-Funk erstmals beide Elemente aus europäischem Synthpop und dem amerikanischen House bzw. Hip Hop. Es entwickelten sich sowohl in Europa als auch in den USA ab Anfang der 80er Jahre zahlreiche Untergenres und Weiterentwicklungen, die teilweise eher dem Pop nahe stehen, teilweise aber auch auf dem rein auf tanzbaren Aspekt setzten wie z.B. dem Techno. Die Untergenres mischten ab da auch Musikformen mit anderen Elementen wie z.B. Rock, Pop aber auch Reggae oder dem Gothic. Die elektronische Tanzmusik ist so zu einem wesentlichen Bestandteil der Popmusik geworden. Sie hat nicht nur die Musik, sondern auch die Mode sowie die abendlichen Ausgehgewohnheiten der Menschen verändert, sondern auch den Drogenkonsum. Ein Beispiel sind die Raves, Massenveranstaltungen, auf denen zu elektronischer Tanzmusik oft tagelang ohne Unterbrechung getanzt wird, begleitet oft von aufputschenden Drogen wie Ecstasy oder Amphetamin. Anhand des Artikels merken wir, dass wir einiges aus anderen Musikrichtungen übernommen haben. Das was unserer DJs täglich auf dem Stream tun, das „Auflegen“ von Musik, stammt also aus dem Hip Hop. Freut euch am 11.10.2009 auf Part 2 aus der Artikelreihe „NeBula recherchiert: Die elektronische Tanzmusik“. |
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04.10.2009 - 22:19 Uhr | #1 | ![]() |
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DJ Janni![]() |
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